Weihnachtliche Fairtrade-Künstler

Maria-Ward-Realschule und Welt-Brücke präsentieren neue Schokoladen – Aktion zu Gunsten Guatemalas

Noch bis zu den Herbstferien hatten Fünft- und Sechstklässlerinnen der Maria-Ward-Realschule emsig gezeichnet und getuscht, um eine möglichst große Vielfalt schöner Weihnachtsmotive für neue faire Schokoladentafeln der „Weltbrücke“ zu gestalten. Das Ergebnis lässt sich sehen: Aus den rund 80 liebevollen gemalten Kunstwerken suchten die Weltbrücke-Vorstandsmitglieder vier weihnachtliche Motive aus, die nun pünktlich zum ersten Adventswochenende bereits edle GEPA-Fairtrade-Schokoladen im Weltladen schmücken.

Vier Bilder auszuwählen, stellte die Vorstandsmitglieder des Welt-Brücke e.V., Angelika Burghardt, Marie Döpke und Dagmar Kusche, vor eine schwierige Aufgabe: „Alle Motive waren unglaublich fantasievoll, durchdacht und künstlerisch sehr ansprechend, so dass wir am liebsten noch mehr Motive ausgesucht hätten“, so die drei Vorstände. Doch die Begeisterung für die Sache und die Freude am Malen überwiegen, betont Kunstlehrerin Monika Ertl, die die Kooperationsaktion der Schule mit der Welt-Brücke durchgeführt hat: „Wir freuen uns sehr, dass wir als Fairtrade-Schule wieder ein Gemeinschaftsprojekt mit der Welt-Brücke realisieren konnten und nun nicht nur im Weltladen mit unseren Schokoladen vertreten sind, sondern auch unseren Eltern und allen Angehörigen diesen Advent ein schönes neues Fairtrade-Produkt anbieten können.“
Da der beliebte traditionelle Adventsmarkt von Maria Ward in diesem Jahr coronabedingt ausfallen muss, können die Eltern die neuen Schokoladen ebenso wie die bereits vor drei Jahren entworfenen Weihnachtsschokoladen nun per Bestellzettel erwerben: „Wir hoffen auf viele Eltern, die diese schönen Schokoladen verschenken werden“, so Ertl.

In der Welt-Brücke sind die vier Schokoladen mit den farbkräftigen neuen Banderolen von Theresa Günthner (5 A), Josefine Bayer (5 C), Leni Zöpfl (5 C) und Marie Dagit (6 A) in den Sorten Garam Masala, Kakao Nibs, Café Blanc und Mandel Orange ab sofort im Sortiment. Sie werden in diesem Advent zu Gunsten der Arbeit des Vereins ELOTE e.V. verkauft: „Wir spenden von jeder verkauften Tafel 50 Cent für die umfangreiche Corona-Hilfe, die der Verein derzeit für die notleidenden Menschen in Guatemala leistet“, erklären die Welt-Brücke-Vorstände.

Die Welt-Brücke unterstützt den 2003 an der Universität Eichstätt begründeten Verein, der inzwischen seinen Sitz in Neuburg am Inn hat und sich für Bildung, Gesundheit, Menschenrechte und Frieden in Guatemala einsetzt, schon seit vielen Jahren. Viele Menschen dort wüssten angesichts der Corona-Situation nicht, wie sie ihre Familien aufgrund von Krankheit und mangelnden Arbeits- und Erwerbsmöglichkeiten ernähren sollen; die Angst vor Hunger sei größer als vor dem Virus, wie ELOTE-Vorstand Alexander Fischer berichtet. Das „Land des ewigen Frühlings“, in dem rund 18 Millionen Menschen leben – die Hälfte davon Maya -, werde leider auch als „Land der ewigen Tyrannei“ bezeichnet. Denn Guatemala sei eines der ungerechtesten Länder der Welt mit immensen sozialen Problemen: 60% der Menschen leben in Armut, die Parzellen der Kleinbauern reichen nicht aus, um die Familien zu versorgen, jedes zweite Kind unter 5 Jahren ist chronisch unterernährt, Kinderarbeit weit verbreitet. Große Teile der Bevölkerung haben weder ausreichenden Zugang zu Agrarland, Wasser und Strom noch zum Bildungs- und Gesundheitswesen. Besonders betroffen sind Indigene, Landbewohner, Frauen und Kinder. Nicht zuletzt sei Guatemala weltweit mit am schwersten von den Folgen der Erderwärmung betroffen – mit dramatischen Folgen für die ohnehin prekäre Ernährungssituation.

Daher möchte der Welt-Brücke-Vorstand bei seiner Adventsaktion den Blick Richtung Zentralamerika richten: „Guatemala ist eine oftmals vergessene Region“, betonen Burghardt, Döpke und Kusche. Mit dem Kauf der neuen „Eichstätter Weihnachtsschokoladen“, die sich wunderbar als kleine Aufmerksamkeit oder Beigabe in der Weihnachtszeit eignen, könne ein Beitrag zur wichtigen Corona-Hilfe von ELOTE in Guatemala geleistet werden.

Quelle: Eichstätter Kurier vom 27.11.2020 von Dagmar Kusche