Von der süditalienischen Gastfreundschaft

Abschlussfahrt nach Pompeji und Piano di Sorrent

Mit ihren Begleitlehrkräften Martina Beck, Peter Markoff, Franziska Ziegler und Jonas Langer verbrachten die Klassen 10 D und 10 E eine Woche in Süditalien.

“Wichtigster Garant für einen gelungenen Aufenthalt aber ist die legendäre süditalienische Gastfreundschaft”, schwärmt ein Reiseführer über den Golf von Neapel und Kampagnien. Davon hatten wir alle schon irgendwann einmal gehört. Doch wie staunten wir, als uns der Kapitän der San Valentino und seine Crew als Entschuldigung zu einem Nudelgericht auf seinem Schiff einluden, weil sie uns wegen des schlechten Wetters in Amalfi nicht dorthin, sondern über einen kleinen Abstecher an die Küste Capris nach Positano brachten, wo wir übrigens einen wunderbaren Nachmittag erlebten.

Zu spüren war diese Gastlichkeit aber auch in der Trattoria Camponia, die der Künstler Francesco di Martino in Anlehnung an pompejische Vorbilder in antikem Stil schuf und welche uns in die Zeit vor 79 n. Chr. führte. Gekleidet in römische Tuniken und Togen konnten wir bei einem feinen Vier-Gänge-Menü erahnen, wie es sich die Menschen in Pompeji gutgehen ließen, bevor der Vesuvausbruch ihr Dasein jäh beendete. Von dem Wohlstand der antiken Bewohner Pompejis und des Nachbarortes Herculaneum zeugen neben den Ausgrabungsstätten, die wir an den ersten beiden Tagen unserer Reise besuchten, die prachtvollen Statuen, Schmuckstücke und silbernen Speiseservice, welche bei den Ausgrabungen gefunden wurden und die wir im Museo Archeologico Nazionale di Napoli begutachteten.

Welch eine Wohltat war nach der Fülle der kulturellen Erlebnisse der ersten Tage und einer Wanderung um den Vesuvkrater der Besuch am Meer nach unserer Ankunft in Piano di Sorrent!

Atemberaubende Sonnenuntergänge, ein kulinarisches Fest auf der Agricultura di Sorgente nach einer Mozzarella-Vorführung und einem Pizza-Kochkurs sowie das Dolce Vita in den Küstenorten Sorrent und Positano taten das Ihre, dass unsere Abschlussfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Grazie Italia!

Martina Beck