Staatsregierung einmal „live“

Natürlich sind die Erwartungen hoch, wenn man in ein Staatsministerium und die Staatskanzlei fährt. Mit Ministerpräsident Markus Söder oder einem Minister der Staatsregierung konnten wir allerdings  nicht persönlich sprechen, obwohl sie gerne ihre Gäste kurz begrüßen, wenn ihr überfülltet Tageskalender dies zulässt. Umso mehr hatten die Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums und unser Koordinator von der politischen Bildung, Herr Baar, für uns Zeit eingeplant. Herr Christian Flory empfing uns bereits am Eingang im Namen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie des Hausherrn Minister Aiwanger und führte uns durchs Ministerium.

Im ehrwürdigen Ludwig-Ehrhard-Saal, in dem schon manche wichtige Staatsentscheidung diskutiert und vorgedacht wurde, antworteten die persönlichen Referentinnen von Herrn Aiwanger, Frau Kirsten Fischer und Frau Anna Birnbeck, souverän auf die vielen Fragen der Schüler(innen). Denn neben dem politischen Alltag, der aufgrund der großen Abwechslung von Ort, Personen und Themen nie langweilig zu werden scheint, kannten sie auch die verschiedenen Seiten, Vorlieben und Interessen ihres Vorgesetzten. Dabei berichteten sie auch von ihren eigenen vielseitigen Aufgabenfeldern und Erfahrungen im Ministerium sowie ihrem persönlichen Berufsweg.

Zur Stärkung gab es im Anschluss einen kleinen Imbiss, bei dem uns Herr Chrisitian Flory das Staatsministerium als Staatsorgan des Freistaats vorstellte. Dass einige von der 10e besonders aufmerksam dem Vortrag gefolgt waren, konnten sie im anschließenden Quiz unter Beweis stellen. Nach dieser kurzweiligen Art der Staatserkundung waren alle gespannt auf den Fachexperten Ulf Maier, der bis zum Mittagessen in der Kantine zum Thema „Zukunft der Arbeit“ referierte.

Gestärkt ging es dann in den Hofgarten, um die Staatskanzlei auch von außen in Augenschein zu nehmen. Im Inneren galt es viele architektonische Anspielungen zum Staatsverständnis zu entschlüsseln, von der Transparenz der Staatspolitik durch die lichtdurchflutete Galerie bis zu dem Zusammenspiel der drei Gewalten in Form von drei riesigen silbernen Kugeln.

Zum Abschluss des Tages durften im Presseraum einige Schüler(innen) in die Rolle von Minister(inne)n schlüpfen. Insbesondere eine Schülerin zeigte sich politisch so geschickt und öffentlichkeitswirksam, dass die Klasse kurz überlegte, ob sie nicht gleich als neue Mitarbeiterin der Staatsregierung in München bleiben sollte.

Michael Klenz