Mit Maria Ward durch den Tag

Ein ganzer Tag rund um Maria Ward stand auf dem Programm: Die Schüler/-innen der fünften Klassen begaben sich auf die Spuren der Namensgeberin ihrer Schule und lernten eine bemerkenswerte Frau kennen.

Gespannt betraten die 126 Fünftklässler(innen) die fünf Klassenzimmer, in denen Lehrkräfte an verschiedenen Stationen auf sie warteten. In einem tauchten sie etwa in die Zeit der Gefangenschaft Maria Wards ein. Wie die Ordensfrau es handhabte, geheime Botschaften an ihre Mitschwestern zu senden, so wurden nun von den Schüler/-innen eifrig Briefe mit Zitronensaft geschrieben. In einem anderen Zimmer sahen sie den Film des Maria-Ward-Musicals, das im vergangenen Jubiläumsjahr an der Schule aufgeführt wurde. In einer Meditation begegneten die Kinder der Spiritualität der Congregatio Jesu. An anderen Stationen legten sie mit Wollfäden den weiten Fußmarsch Maria Wards durch Europa zurück und berechneten mit Hilfe des Maßstabs, wie weit sie gewandert war, oder gestalteten farbige Lesezeichen mit Sprüchen rund um Maria Ward als Erinnerung an den Projekttag.

Abschließend trafen sich alle Klassen im Festsaal. Dort wartete Sr. Claudia Köberlein der Congregatio Jesu. Alle Fragen, die sich bei den Kindern aufgestaut hatten, durften sie ihr stellen. Sr. Claudia, im vergangenen Jahr ausgezeichnet mit der Bistumsmedaille der Diözese Eichstätt, berichtete von ihrem Wirken im Geiste Maria Wards und dem Leben der „Englischen Fräulein“, wie die Maria-Ward-Schwestern lange Jahre genannt wurden. Als letzte Oberin der Eichstätter Congregatio Jesu begleitete sie im vergangenen Jahr den Abschied der Schwestern aus der Domstadt, und ist der Schule trotz verschiedener neuer Aufgaben in Bamberg weiterhin treu verbunden. So rundete diese Begegnung zwischen ihr und den Fünftklässler/-innen den besonderen Tag rund um Maria Ward trefflich ab und ließ den Geist Maria Wards für die Kinder lebendig werden.

Jonas Langer