Im Zeichen des Jugendliteraturpreises

Eine Buchaktion im Deutschunterricht der achten bis zehnten Klassen.

Um die Welt der Bücher drehte sich alles in den beiden Wochen vor der Vergabe des Deutschen Jugendliteraturpreises. Denn erneut nahm die Deutschfachschaft diese Preisvergabe, die jährlich am Freitagabend auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird, zum Anlass, um den Schülern/innen der achten, neunten und zehnten Jahrgangsstufe dies sechs Jugendromane vorzustellen, die für den Preis von der Jugendjury nominiert wurden. Diese besteht aus den jugendlichen Mitgliedern von sechs Leseclubs aus ganz Deutschland, die zwei Jahre lang im Amt der Jugendjury bleiben. Ihre sechs nominierten Bücher, die für die Schülerbücherei gekauft wurden und im Anschluss an die Leseaktion zur Ausleihe allen Interessierten bereitstehen, wanderten während einer Doppelstunde durch die Lesegruppen der einzelnen Klassen. Mit Klebepunkten bewaffnet durften die Schüler/innen nach dem Anlesen der Bücher ihre eigenen Favoriten prämieren und ihre Vermutung abgeben, welcher Roman den Preis der Jugendjury erhalten sollte. Nachdem am Freitag die Wahl auf „Kompass ohne Norden“ von Neal Shusterman fiel – einen Roman, in dem der Autor nach dem Schicksal seines eigenen Sohnes und der eigenen Familie von einem Jungen erzählt –, der an Schizophrenie erkrankt, wurden drei Exemplare unter den Schüler/innen verlost, die sich für das Siegerbuch entschieden hatten.
Martina Beck