„Herzlich willkommen an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt“

Emsiges Treiben herrschte auf dem historischen Schulgelände der Maria-Ward-Realschule in Eichstätt. Die Schulleitung, bestehend aus Direktorin Monika Helmstreit und ihrem Stellvertreter Alexander Sturm sowie das Lehrerkollegium und einige Schülerinnen und Schüler hießen die Viertklässler mit ihren Begleitern am Freitagnachmittag herzlich willkommen.

Auf geführten Rundgängen erkundeten die Kinder parallel zu ihren Eltern am Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr das Schulhaus. An den Kinderstationen konnten die Grundschüler mit Hilfe der Tutoren aus der neunten Jahrgangsstufe spannende und abwechslungsreiche Einblicke in den Schulalltag an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt erhalten. So durften die Grundschulkinder zum Beispiel an einer kurzen interaktiven Englischstunde teilnehmen oder bei der Fachschaft MINT (Mathematik, Informatik, Natur und Technik) unter Anleitung begeisterter Realschülerinnen selbstständig Experimente durchführen. Eine weitere Station beinhaltete das Ausgraben von wertvollen Schätzen, wie es Archäologen in ihrem Berufsleben machen. Im Nähatelier konnten die Kinder dagegen Realschülerinnen beim Nähen zuschauen. Ebenso hatten sie die Gelegenheit bei einem Parcours in der Sporthalle ihr sportliches Talent zu zeigen oder beim Metalldrücken im Gabrielihof ein Andenken zum Mitnehmen zu gestalten. Eine weitere Alternative hierzu bot die Hieroglyphenwerkstatt, bei der Schriftzeichen auf Papyrus gemalt werden durften.

Die interessierten Eltern hingegen erfuhren auf einem separat geführten Rundgang durch das Schulhaus Informationen über das reformpädagogische Konzept des Marchtaler Plans sowie die technische Ausstattung der Realschule. Bei der Station „Freie Stillarbeit“ beispielsweise erklärten Schülerinnen der siebten Jahrgangsstufe, die den Ganztag besuchen, in drei fünfminütigen Schulstunden anschaulich den Eltern an Beispielen ihres eigenen Unterrichts, wie Freie Stillarbeit und vernetzter Unterricht in der Praxis aussehen. Ein weiteres wichtiges Element stellt der „Morgenkreis“ dar. Hier tauchten die Eltern in die Welt der Schüler am Montagmorgen ab: Im Fokus der ersten 30 Minuten am Montag steht das Ankommen der Jugendlichen nach einem oftmals stressigen Wochenende. Mit dem Morgenkreis soll eine ruhige Atmosphäre geschaffen werden, die zur Entfaltung der Schülerinnen und Schüler beiträgt. Im Kunstraum dagegen konnten die Interessierten kreative Werke bewundern, während sie von zwei Kunstlehrerinnen über den Kunstzweig an der Schule unterrichtet wurden. In einer Präsentation erklärte der Fachbereich MINT seine Bedeutung. Außerdem erklärten IT-Lehrerinnen den Gästen beim Stopp im IT-Raum, dass dieses Fach in der heutigen Gesellschaft enorm an Bedeutung gewinnt. Sie zeigten den Eltern unterschiedliche Projekte, die im Laufe der einzelnen Schuljahre von den Lernenden bereits erarbeitet wurden.

Die Besucher konnten sich am Ende nicht nur umfangreich über das didaktische und pädagogische Konzept der Realschule bei Schülern, Lehrkräften und der Schulleitung informieren, sondern zudem auch den architektonischen Charme des Schulgeländes spüren. Vor und nach den Rundgängen standen sowohl den Eltern als auch Grundschülern weitere Angebote in der Mensa zur Verfügung. An Informationsständen über diverse Wahlfächer, wie Schulsanitätsdienst, Fair Trade, Französisch sowie Italienisch und die zahlreichen Mittagspausenangebote sowie die Studienfahrt nach England für alle achten Klassen, erhielten die Besucher ergänzende Einblicke in den Schulalltag. Darüber hinaus beantworteten die Beratungslehrerinnen weiterführende Fragen. Für das leibliche Wohl der Gäste schließlich sorgte der Elternbeirat in Form von Kaffee und Kuchen, die Schülermitverantwortung, indem sie Popcorn und kühle Getränke servierte sowie ein vom Lehrerkollegium organisierter Würstchenstand. Auf diese Weise entstand ein entspannter und kurzweiliger Nachmittag auf dem Schulgelände.

Franziska Berlinghof