AMAHORO! Frieden, alle zusammen!

Bea Trampert zu Besuch in Burundi

Amahoro! Jambo! Bonjour! Guten Tag! Stimmengewirr in verschiedenen Sprachen, lachende Gesichter, entgegengestreckte Hände, Gesang und Tanz. Die Herzlichkeit und Freude der Menschen war überall zu spüren, wo wir auch hinkamen auf unserer Reise durch das kleine ostafrikanische Land. Viele Termine standen auf dem Programm, welches unsere kleine Delegation aus der Diözese Eichstätt zusammen mit Erzbischof Simon aus Gitega absolvierte:

Ein Treffen mit dem deutschen Botschafter in der Millionenstadt Bujumbura war ebenso dabei wie der Besuch von kleinen Basisgemeinden, die über abenteuerliche Pistenstraßen zu erreichen waren. Die Menschen dort bewirtschaften die Felder zusammen, bauen Kartoffeln, Maniok, Tee und Mais an und teilen sich die Ernte, damit alle leben können. Höhepunkt der Reise war für mich der Besuch unserer Partnerschule in Gitega. Überaus herzlich empfing uns Schulleiterin Spes Bandora und führte uns durch die Schule und das Internat. Die 240 gehörlosen Kinder und Jugendlichen, die dort unterrichtet werden, zeigten ihr Können: Rechnen und Schreiben stehen genauso auf dem Lehrplan wie Biologie, Französisch und Englisch.

Besonders beeindruckend war der Unterricht in Gebärdensprache, dem die Kinder konzentriert und mit viel Spaß folgten. Im Klassenzimmer nebenan übte eine kleine Gruppe von Schülern das Sprechen: Über die Vibration in der Kehle lernen sie, ihre Stimme einzusetzen, damit sie sich mit hörenden Menschen unterhalten können. Hefte und Bücher gibt es kaum, die Lehrkräfte gestalten ihren Unterricht mit Tafel, Kreide und selbstgemachtem Material. Nach dem Unterricht zeigten die Schüler/innen verschiedene Tänze im Schulhof und freuten sich riesig über die kleinen Geschenke, die ich mitgebracht hatte: Blöckchen, Stifte, Luftballone, Gummibärchen. Der große Hit waren die von Schülerinnen der Maria-Ward-Schule geknüpften Freundschaftsbändchen! Nicht nur die Kinder wollten alle eines haben, auch die Lehrkräfte schmückten ihr Handgelenk damit 🙂 Mir wurde im Gegenzug ein besonderes Geschenk überreicht: Selbstgeschnitzte Holztafeln mit Szenen aus dem Leben der Menschen in Burundi.

Viel zu schnell hieß es, wieder Abschied zu nehmen: Amahoro! Turi kumwe Turumvirana! Über viele Tausend Kilometer bleiben wir im Herzen miteinander verbunden!

Bea Trampert