Zu Besuch im Collegium Orientale

Orthodoxe Frömmigkeit mitten in Eichstätt

Die Klasse 8 C unternahm im Rahmen des Religionsunterrichts einen Unterrichtsgang ins Collegium Orientale, das mitten in Eichstätt die Möglichkeit, bietet, den Unterrichtsinhalt “Orthodoxe Kirchen” zu veranschaulichen.

Der Spiritual des Collegium Orientale, Ivan Kachala, empfing die Klasse und hieß sie im Besucherraum herzlich willkommen. Zunächst erfuhren die Schülerinnen etwas zur Entstehung dieses ostkirchlichen internationalen Priesterseminars, das Kollegiaten aus den orientalischen Schwesterkirchen ermöglicht, miteinander zu studieren, zu beten und zusammen zu leben und ihnen somit zu einer spirituellen und theologischen Ausbildung verhilft.

Ivan Kachala veranschaulichte Unterschiede und Gemeinsamkeiten von orthodoxen, katholischen und evangelischen Christen und gab einen Einblick in das Wesen des orthodoxen Glaubens.

Höhepunkt des Besuchs war die Kapelle, die mit beeindruckenden Ikonen gestaltet ist. Hier erklärte der Spiritual anschaulich, welche Bedeutung die Ikonen in der Ostkirche haben und was deren Spiritualität und Verehrung bedeuten. Auch die Besonderheiten des orthodoxen Gottesdienstes erläuterte er und gewährte einen Blick auf das Allerheiligste hinter der Ikonenwand. So manche Frage beantwortete Ivan Kachala und zeigte auch, wie orthodoxe Geistliche die Finger beim Kreuzzeichen zum Segnen formen.

Die Schülerinnen waren beeindruckt und schier sprachlos im Angesicht der prächtigen Gestaltung der Kapelle. Zum Abschluss des Besuches beteten alle miteinander das Vaterunser.

Die gleiche Faszination durften die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 E zwei Tage später erleben. Bei ihnen schloss der Besuch des Collegium Orientales die VU-Einheit „Biblische Weisungen“ ab.

Der Einladung, einmal einen Gottesdienst im Collegium Orientale nach orthodoxer Liturgie (aber in deutscher Sprache) zu erleben, wird vielleicht die eine oder der andere folgen …

Günter Gastner