„Wir sind Europa!!!“ – Wenn Eichstätter an die Côte d’Azur fahren

Im fiesen Morgengrauen, weit vor dem Wachwerden, trafen sich am Montag, 17.09.2018, 25 Gestalten der Klasse 10 D – 17 Jungs, sechs Mädels und zwei Lehrer – um sich auf den Weg nach Südwesten zu machen.

Nach unglaublichen 14,5 Stunden und sehr beeindruckenden Landschaften unterwegs (vielen Dank, liebe, teure Schweiz) kamen wir gerade richtig zum Abendessen in unserem feinen Hotel mit Meerblick an. Ospedaletti auf der italienischen Seite der Côte d’Azur sollte unsere Basis und unser Zuhause für diese Woche sein. Alle Kinder bezogen wunderschöne Zimmer, fast alle mit Balkon und alle mit einem fantastischen Blick auf den Sonnenuntergang. Es war schon beinahe zu kitschig, um noch wahr zu sein.

Den ersten Tag zog es uns direkt in ein neues Land: Nizza! Frankreich! Nach einer kleinen Ortserkundung und freier Zeit zum Mittagessen ging es auf eine Stadttour vom Meer aus. Alle versammelten sich auf dem Sonnendeck des kleinen Schiffes und ließen sich von dem starken französischen Akzent des Guides nicht abhalten, ihr bestes Englischhörverständnis auszupacken und allen interessanten Angaben zu lauschen.
Tags darauf setzten wir noch einen drauf und fuhren in eines der kleinsten und reichsten Länder Europas: Monaco! Hier waren wir alle zunächst darüber erstaunt, wie viele Häuser Menschen in welcher Höhe in einen größeren Felsen quetschen können … ehrlich gesagt, mehr ist Monaco nicht. Ok … die Straßen sind gefüllt mit unterschiedlichen, zum Teil sehr luxuriösen Autos, was einigen von uns wahre Entzückensäußerungen entlockte, die Häuser verfügen vereinzelt über ziemlich große Pools auf den Dachterrassen … aber sonst gibt es hauptsächlich Treppen ; ) Die erklommen wir direkt über dem Busparkhaus – ja, so etwas gibt es – und besichtigten völlig begeistert das Ozeanographische Museum und seine Dachterrasse. Gott sei Dank haben manche von uns (Frau Kerscher) erst später erfahren, dass dieses Gebäude 85 Meter hoch ist und wir auf dessen Dach herumturnten … Danach machten es die sehr schmalen Straßen und unvorsichtigen Rollerfahrer notwendig die Stadttour in einem sehr putzigen Touristenzüglein zu erleben und uns alle Besonderheiten erklären zu lassen.
Den dritten und letzten Tag verbrachten wir am Ort und eroberten diesen zum einen zu Fuß und mit großen Fahrrädern für je mehrere Personen. Ein gemütliches, gemeinsames Essen in einem Restaurant am Strand rundete diesen Tag und unseren Eindruck der italienischen Lebenskultur und der Côte d’Azur bei schönstem Sonnenschein ab.

Wir alle kamen nach diesmal „nur“ 12 Stunden Rückfahrt begeistert wieder in Eichstätt an und waren uns in einem Punkt völlig einig: jederzeit wieder!

Thomas Held und Martina Kerscher