Von Farben und Talenten

Ökumenischer Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes

18 Absolventinnen mit der Gesamtnote "sehr gut"

 – Abschlussfeier an der Maria-Ward-Realschule

40 Absolventen/innen mit Notendurchschnitt besser als 2,0, davon 18 mit Gesamtnote „sehr gut“
Die festliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen an der Maria Ward-Realschule Eichstätt stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Farbenvielfalt als Lebenssymbol und bot ein dementsprechend buntes Spektrum an Feierlichkeiten.

Auftakt war der ökumenische Gottesdienst in der Rebdorfer Pfarrkirche  St. Johannes, der vom Schulreferenten der Diözese Dr. Peter Nothaft und dem evangelischen Pfarrer Günter Gastner konzelebriert wurde. Ein imposanter Regenbogen mit den Handabdrücken der Absolventinnen und Absolventen am Altar war Dreh- und Angelpunkt eines „Dialogs der Farben“.

Der anschließende Festakt in der Aula des Realschulzentrums konnte an diese Thematik nahtlos anknüpfen. Konrektorin Monika Helmstreit zitierte in ihren Grußworten Albert Einstein: „Ich habe keine besondere Begabung, ich bin nur leidenschaftlich neugierig.“ Mit einer solchen Neugier solle man auch in den neuen Lebensabschnitt nach der Schule starten. Auch die stellvertretende Landrätin Böhm bezog sich auf Einstein und unterstrich dessen Forderung, dass die Schule „harmonische Persönlichkeiten“ und keine Fachspezialisten heranbilden solle. In diesem Sinne seien auch ehrenamtliches Engagement und Offenheit für alles wünschenswert. Peter Nothaft, Schulreferent der Diözese, sprach von einem „gesunden Stolz-Sein“, dem man obliegen dürfe, wenn man den bayerischen Realschulabschluss an einer kirchlichen Schule geschafft habe. Er machte in Anknüpfung an das erfolgreiche „Herzwerker“-Projekt in diesem Schuljahr aber auch deutlich, dass es neben der reinen Leistung in der Schule auch andere Pfunde gebe, mit denen man wuchern könne. Vor diesem Hintergrund wünschte er den Absolventinnen und Absolventen, „dass ihr Herzwerker werdet in Beruf und Partnerschaft.“ Wehmütig verabschiedeten sich die einzelnen Klassen mit Fotostrecken, Videos und Chorgesang, während der Schulchor unter Martina Beck die Redebeiträge umrahmte. Die Elternbeiratsvorsitzende Sonja Franke schilderte die vergangenen Jahre aus der Elternperspektive und ermutigte die jungen Menschen, vor Niederlagen keine Angst zu haben, vielmehr zeigten oft Umwege interessante Perspektiven und neue Facetten des Lebens auf. Anna van Loon und Fabian Sterner als scheidende Schülersprecher  ließen ebenfalls die letzten Jahre Revue passieren und bedankten sich für die „Eselsgeduld“ der Lehrkräfte, welche aber auch immer wieder von der Kreativität und alternativen Lösungswegen seitens ihrer Schützlinge überrascht worden seien. Als effektive „Speerspitze“ der Schülerschaft konnte Zweiter Konrektor Alexander Sturm dann beide auch feierlich verabschieden, bevor er den Jahrgangsbesten besondere Ehre zuteil werden ließ. Allein 40 Schüler/innen erreichten einen Schnitt mit der 1 vor dem Komma und 18 davon mit „sehr gut“ (vgl. Kasten), so dass auch Schulleiterin Barbara Staudigl in ihren Abschiedsworten von einem exzellenten Jahrgang sprechen konnte. Sie betonte jedoch, dass es jenseits des schulischen Lebens Ereignisse und Entwicklungen gebe, die „eure Zukunft viel mehr prägen“ werden als einzelne Noten. Dabei hatte sie besonders die Bedeutung und Bedrohung der Demokratie im Auge, die sich im letzten Jahr u.a. angesichts des Brexit oder auch der US-Wahl abzeichnete und sich auch in der geringen Wahlbeteiligung in den demokratischen Ländern manifestiere. So hielt Staudigl ein leidenschaftliches Plädoyer für politisches und gesellschaftliches Engagement: „Demokratie lebt von der Partizipation, von der Teilhabe. Sie lebt davon, dass wir uns einbringen mit unseren Talenten, Begabungen, mit unserer Kraft und mit unserer Zeit.“ In diesem Kontext bedauerte sie, dass engagierte Menschen oft Zielscheibe von Kritik seien, während andere sich ins Privatleben zurückzögen. Jeder habe aber bestimmte Talente und auch die Option, sie ins Gemeinwesen einzubringen statt sie zu vergraben wie in dem Gleichnis von den Talenten, das im Mätthäusevangelium steht. Und so schloss Staudigl ihre Rede mit der eindringlichen Botschaft: „Deine Talente sind Gottes Geschenk an dich. Was du aus ihnen machst, ist dein Geschenk an die Welt.“
Andreas Stolz

 

 Die Jahrgangsbesten des Jahrgangs 2017 mit der Gesamtnote „sehr gut“
 1,08: Engmann Paulina, Mahler Leonie, Mahring Madleine
 1,17: Kübler Luzie, Strauß Anna, Strigl Annika
 1,25: Luidl Annika, Jäger Kim
 1,33: Kößler Linda, Regler Thea-Marlene
 1,36: Ausfelder Nicole
 1,42: Groger Tanja, John Lena, Müller Franziska, Pernat Anna-Sophie
 1,50: Kapfer Sophie, Neumeier Tanja, Van Loon Anna