Vom Wachsen und Blühen –

Festakt zur Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt

Mit einem feierlichen Festakt wurden die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2018 an der Maria-Ward-Realschule in Rebdorf in eine neue Lebensphase entlassen.

Zunächst fand der traditionelle Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes statt, der von Pater Michael Huber und dem evangelischen Pfarrer Günter Gastner konzelebriert wurde. Unter dem Motto „Blumen im Garten Gottes“ wurde der Vielfalt der verschiedensten Blumen als Metapher für das Wachsen und Blühen im menschlichen Leben gedacht. Gott als „unsichtbarer Gärtner“ sorge für die entsprechende Blütenpracht und das Wachstum der Pflanzen. In diesem Sinne wurde den Absolventinnen und Absolventen auch Blumensamen als Abschiedsgeschenk überreicht.

Zur anschließenden Verleihung der Abschlusszeugnisse in der Rebdorfer Aula hatten sich neben den Schülerinnen und Schülern auch zahlreiche Eltern, Lehrkräfte und Ehrengäste eingefunden. In seinen Grußworten bezog sich Zweiter Konrektor Alexander Sturm auf Ephraim Kishon, der einmal von der „Wüste im Kopf“ als letztem Widerstand gegen das Erblühen sprach. Die Schulabgänger seien aber mittlerweile zum Blühen gebracht worden und er hoffe, dass die Maria-Ward-Realschule ein „gut bewässerter Platz in euren Herzen“ bleibe. Nachdem Lernen aber ein lebenslanger Prozess sei, gehe es jetzt erst so richtig los. Die stellvertretende Landrätin Tanja Schorer-Dremel betonte die Freude darüber, dass mit dem Abschluss ein wichtiges Ziel erreicht worden sei und rief den jungen Damen und Herren spontan zu: „Sie sind eine richtige Zierde!“ Die Gefühlslage nach erfolgreichem Zieleinlauf sei allerdings ambivalent, denn das Abschiednehmen falle angesichts vieler gemeinsamer Erlebnisse und Erfahrungen naturgemäß nicht leicht. Man habe gemeinsam gebangt, gehofft, geweint und gefeiert und das sei ein „Schatz, den man ins weitere Leben mitnimmt.“ Auch den Anteil von Eltern, Geschwistern und Lehrkräften am schulischen Erfolg würdigte Schorer-Dremel und gab den Absolventinnen und Absolventen die Botschaft mit auf den Weg: „Es gibt keine Sackgassen im Leben, sondern immer einen neuen Weg!“ Als Vertreterin des Elternbeirats verglich Sonja Franke die Schulzeit mit einem Schwimmkurs. Am Ende dieser Zeit sei man zwar schon ein Stück weit geschwommen, stehe aber bald wieder am Sprungbrett und müsse den Sprung ins tiefe Wasser wagen: „Lasst euch nicht entmutigen, auch wenn euch einmal die Puste ausgeht!“ Und sie ließ nicht unerwähnt, dass sie besonders stolz darauf sei, selbst an der Maria Ward-Realschule ihren Abschluss gemacht zu haben. Der diesjährige Sozialpreis der Schule wurde indes an den Absolventen Johannes Völker verliehen, der sich mit Tatkraft und Engagement ehrenamtlich für die Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen stark machte und entsprechende Freizeitprogramme für sie organisierte. Die Schülersprecherinnen und Absolventinnen Anna Stampfer und Jana Litterscheidt verabschiedeten sich mit dem Hinweis auf Mary Wards Lebensweisheiten, die ihnen ein „immerwährender unsichtbarer Freund während der Schulzeit“ gewesen seien. Gute Noten seien zwar ein Schlüssel zum Erfolg, die Gemeinschaft und auch die Freunde fürs Leben, die man in der Schule gefunden habe, aber nicht minder wichtig. Zusammen mit den Verbindungslehrkräften Anna Aurbach und Alexander Margraf habe die SMV ihre Ziele im Team sehr gut gemeistert. Friedrich Schiller war schließlich der Stichwortgeber für die Abschiedsworte von Konrektorin Monika Helmstreit. Laut Schiller ist der Mensch bekanntlich frei, auch wenn er in Ketten geboren wäre. Aber diese Freiheit bleibe eine menschliche Herausforderung, die Mut und Konsequenz voraussetze. Letztlich gehe es darum, das eigene Lebensprogramm zu entdecken und sich wie ein Schmetterling aus dem Kokon in diesem Sinne entfalten zu können. Dieses Gleichnis mache deutlich, dass der Flug in die Freiheit auch durch Schmerz und Anstrengung führe. Nur so entwickelten die Flügel auch die entsprechende Stärke: „Ihr werdet eure Flügel brauchen und ich wünsche euch, dass sie euch tragen!“

Andreas Stolz

Der Jahrgang 2018 zeichnet sich durch eine Reihe herausragender Leistungen aus, die auch entsprechend gewürdigt wurden (Notendurchschnitte):
1,50:  Madeleine Vogt, Lena Unterseher, Fabian Iberle, Laura Husterer, Selina Flieger
1,42:  Maria Sieber, Annika Seltmann, Hannah Morgott, Julia Güntner, Theresa Bittl,
1,38:  Stefanie Gehrich
1,36: Pauline Wittmann
1,33: Eva-Maria Strobl, Maria Scholz, Linda Lühne, Lorena Bauer
1,31: Sabrina Ostermeier, Barbara Fetsch
1,25: Stefanie Scholz, Sarah Schock-Schmidtke, Hannah Schießl, Jana Litterscheidt
1,18: Ronja Hermann
1,17: Lisa Straßer, Leonie Mehlhorn
1,08: Hannah Heckl
1,0: Paula Wohlgemuth, Anna Thurner, Viktoria Miehling