Einführung von Direktorin Monika Helmstreit

„Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.“

Mit diesen Worten aus Harry Potter beschrieb Frau Prof. Dr. Barbara Staudigl in ihrer Rede Frau Monika Helmstreit, die neue Direktorin der Eichstätter Maria-Ward-Realschule. Im Rahmen einer liebevoll gestalteten Amtseinführungsfeier wurde Frau Monika Helmstreit am vergangenen Freitag offiziell in ihr Amt als Schulleiterin der Maria-Ward-Realschule mit einer Vesper und anschließendem Festakt eingeführt.

Seit Mitte Dezember leitet die gebürtige Eichstätterin bereits die Realschule, nachdem sie anfangs zunächst kommissarisch die Leitung für Frau Prof. Dr. Barbara Staudigl übernahm, die erst im September 2018 als Leiterin der Schulabteilung der Diözese Eichstätt ihr Arbeitsfeld gewechselt hatte (wir berichteten). Allerdings ist Frau Helmstreit ihr neues Amt keineswegs fremd, denn seit 2012 unterstützte sie ihre Vorgängerin als stellvertretende Schulleiterin. Wenngleich sie sich auf die neuen Herausforderungen in ihrem Amt sehr freut, so sagt Frau Helmstreit in ihrer Rede auch, dass sie Respekt vor den neuen Aufgaben habe, die, wie sie in den letzten Monaten schon erfahren durfte, herausfordernd und anstrengend sein können, aber eben auch abwechslungs- und aufschlussreich seien. In ihrer Rede dankt sie nicht nur ihrer Familie für den Rückhalt, sondern auch all denjenigen, die den reibungslosen Ablauf des Schulalltags ermöglichen, denn ihr ist durchaus bewusst, dass nur durch Zusammenarbeit die Institution Schule gelingen kann. Nach dem Absolvieren ihres Referendariats an der Fronhofer Realschule in München Fürstenried und ihrem Einsatzjahr im oberbayerischen Brannenburg, nahm Frau Helmstreit ihre erste Lehrerstelle an der Mädchenrealschule St. Ursula in Augsburg an, bis sie schließlich 1992 an die Maria-Ward-Realschule in Eichstätt wechselte, um ihren Schuleinsatz fortzusetzen.

Sie entschied sich damals bewusst gegen die Staatsstelle, um an der Eichstätter Realschule tatkräftig das Schulleben mitzugestalten. Seitdem hat sich viel verändert: Nicht nur den Umzug der Schule von der Eichstätter Innenstadt nach Rebdorf, sondern auch mit den reformpädagogischen Veränderungen im Rahmen des Machtaler Plans ist die Direktorin bestens vertraut. Unter ihrer Leitung ist es Helmstreit wichtig, Respekt zu zeigen und Wertschätzung entgegenzubringen. Die gegenseitige Unterstützung, Verlässlichkeit und Vertrauen sowie Engagement liegen der Schulleiterin besonders am Herzen.

Als Symbole ihrer neuen Tätigkeit überreichte der Leiter des Katholischen Schulwerkes Eichstätt, Peter Nothaft, der neuen Direktorin zunächst eine blaue Kapitänsbinde. Diese soll auch in einem idealtypischen Kollegium, wie dem der Maria-Ward-Realschule Eichstätt, für Klarheit sorgen. Das Buch mit dem Titel „Das dicke Fell“ schenkte Herr Nothaft als weiteres Zeichen.

Einerseits hat das Fell eine schützende Funktion, indem es Gegenstände, die von außen eindringen, abfedert, aber andererseits ist es auch wichtig, die Innenseite des Fells zu pflegen, um das Richtige zu spüren und entsprechend handeln zu können, so Nothaft.

Frau Prof. Dr. Staudigl begrüßte Frau Helmstreits Entscheidung, künftig als Schulleiterin der Eichstätter Maria-Ward-Realschule sehr. Denn unsere Gesellschaft gelingt nur, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, betonte Staudigl in ihren Grußworten. Der Ministerialbeauftragte Ernst Fischer überbrachte ebenso seine Glückwünsche. Er riet der neuen Schulleiterin, eigene Wege zu gehen, um neue Fußspuren zu hinterlassen und sich einen eigenen Horizont zu suchen. Alexander Sturm, der derzeit als zweiter Schulleiter kommissarisch die Realschule leitet und federführend für die Organisation des Festaktes verantwortlich war, verwies in seiner Begrüßungsrede immer wieder auf den Film „Matrix“. Er sehe in dem Film einige Gemeinsamkeiten mit der Rolle, die Frau Helmstreit künftig einnimmt: Zum einen ist die Matrix, wie Frau Helmstreit, dadurch dass sie nun seit über 25 Jahren an der Maria-Ward-Realschule arbeitet, ein wesentlicher und fester Bestandteil des Kollegiums. „Ähnlich wie die Matrix war sie schon immer da“, sagte Sturm in seiner Eröffnungsrede. Zum anderen ist Realschulleiterin Helmstreit wie eine Art Superheldin, die stets den Überblick behält, auch in turbulenten Zeiten und zugleich in einem Wunderland, das sich auf das gute Schulklima bezieht, mitwirken darf. Diese Auffassung bestätigte auch eine Umfrage, die von den Schülersprechern im Vorfeld innerhalb des Lehrerkollegiums stattgefunden hatte. Phillipp Beerhold und Nadine Fetsch, die beiden Schülersprecher aus der 10. Jahrgangsstufe, teilten ihre Umfrageergebnisse mit den anwesenden Gästen. Dabei wurde besonders deutlich, dass Monika Helmstreit vor allem aufgrund ihrer stets freundlichen Art für viele wie ein Fels in der Brandung ist. Umso weniger erstaunte die liebevolle Geste, die ihre Kolleginnen und Kollegen für ihre neue Chefin vorbereitet hatten: In einem von Musiklehrerin Martina Beck umgedichteten Lied, versicherten die Lehrkräfte eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Franziska Berlinghof