Theaterbesuch der Klassen 5 C und 5 D

“Mein ziemlich seltsamer Freund Walter”

Traurig und nachdenklich, aber auch lustig und vor allem außerirdisch gut war die Theaterinszenierung des Kinderstücks „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ am Stadttheater Ingolstadt, welche die Klassen 5 C und 5 D gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau König-Bothe und Frau Aurbach besuchten.

Die Geschichte erzählt von Lisa, einem einsamen Mädchen, das mit gleich mehreren Problemen zu kämpfen hat. So muss sie zuhause die Elternrolle übernehmen, weil Vater und Mutter mit ihrer Arbeitslosigkeit nicht zurechtkommen und ihren Frust mit Alkohol betäuben. Auch in der Schule hat es Lisa schwer, denn sie ist mit ihrem besonderen Interesse für alles Außerirdische anders und wird deshalb ständig gehänselt. Doch plötzlich landet in ihrem tristen Alltag ein Raumschiff mit Außerirdischen. Diese finden die Erde so seltsam und traurig, dass sie es nicht lange aushalten und sofort wieder abheben. Leider vergessen sie dabei den jungen Außerirdischen Klakalnamanazdta, auf den Lisa trifft und den sie von nun an „Walter“ nennt. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, denn Walter räumt in Lisas Leben auf und zeigt dem Mädchen, wie es wieder Mut fassen und die Welt aktiv verändern kann. Fast märchenhaft erscheint es, als die Hänseleien in der Schule aufhören und auch die Eltern einen Sinneswandel erfahren und sich wieder liebevoll um ihre Tochter kümmern. Gerade, als alles wieder gut wird und Lisa froh ist, einen so guten Freund gefunden zu haben, ist Walter plötzlich weg. Es bleibt die Frage: Gab es Walter wirklich oder kann man allein mit seiner eigenen Phantasie die Welt verändern?

Als außergewöhnliches Erlebnis lernten die beiden Klassen nach dieser Mut machenden Aufführung unter Anleitung einer Theaterpädagogin die Schauspieler kennen. Dabei stellten sie alle Fragen, die ihnen bezüglich des Stücks oder zur Schauspielerei auf dem Herzen lagen. Mit vielen neuen Eindrücken und den Gedanken noch bei Lisa und Walter kehrten sie dann in die Schule zurück, wo, passend zum Theaterstück, das Thema „Mobbing“ noch einmal aufgegriffen und bearbeitet wurde.

Anna Aurbach und Ute König-Bothe