„Meine Berufung sind die Armen.“ Sr. Karoline zu Gast

Sr. Karoline hält einen Vortrag für alle 7. Klassen in der Aula

Die Eichstätter Schulen überreichen die Spendensumme an Sr. Karoline

Aus den Anfängen ist nach und nach ein großes Sozialwerk entstanden, aus dem die „Fundación Cristo Vive“ hervorging. Dazu zählen heute Kinderkrippen, Kindergärten, Tagesstätten für Menschen mit Behiunderung, Frauenwerkstätten, ein Gesundheitszentrum, ein Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige sowie Berufsausbildungszentren in Santiago de Chile, Cochabamba in Bolivien und Cuzco in Peru.

Als 25-Jährige wurde Schwester Karoline von ihrem Orden nach Santiago de Chile geschickt. Dort sah sie als Medizinstudentin die große Not der Menschen in den Armenvierteln und kam zu der tiefen Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat, am Reichtum dieser Welt teilzuhaben und ein menschenwürdiges Dasein zu führen.

Das bedeutet für sie im Konkreten: Jeder Mensch hat das Recht auf Essen bei Hunger, auf Würde bei Ausgrenzung, auf ein Dach über dem Kopf bei Obdachlosigkeit, auf Hilfe bei Krankheit und auf Freiheit bei ungerechter Inhaftierung.

Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen bekamen durch Schwester Karolines Vortrag einen lebhaften Eindruck gerade von ihren Anfangsjahren in Chile. Sie erzählte eindringlich von ihren ersten „Schritten“ und Eindrücken im Armenviertel in Santiago, ihrer Mühe, das Vertrauen der Hilfsbedürftigen zu gewinnen, der Rettung eines kleinen an Typhus erkrankten Jungen, dem Aufbau einer Suppenküche mit den Frauen der Siedlung — und immer wieder von Begegnungen mit Kindern, deren Not sie besonders berührt.

In der ihr eigenen lebhaften, authentischen und selbstbewussten Art und Weise zieht sie jeden Zuhörer in ihren Bann.

Im Anschluss an ihren Vortrag dankte Schwester Karoline den anwesenden Schülerinnen und Schülern für die großzügige Spende aus dem Spendenlauf der Eichstätter Schulen „Wir laufen für einen guten Zweck“. Sie war überwältigt – und die Schüler waren sich sicher, dass sich ihr Engagement im Dienste der Armen gelohnt hat.

Gabriele Strobel