Schule als pastoralen Erfahrungsraum stärken!

Bischof Gregor Maria Hanke besucht die beiden diözesanen Realschulen im Rahmen der Pfarrvisitation in St. Johannes Rebdorf

Hat sich die religiöse Sozialisation der jungen Menschen in den letzten zehn Jahren geändert? Was brauchen sie, was suchen sie, welche religiösen und spirituellen Anliegen und Sehnsüchte bringen sie mit? Und wie können wir als „Kirche vor Ort“ in der Schule darauf reagieren?

Ein anregungsreiches Gespräch entspann sich zwischen Bischof Gregor Maria Hanke, dem Schulreferent Dr. Nothaft und den Religionslehrer/innen und Schulleiter/innen der Knabenrealschule Rebdorf und der Maria-Ward-Realschule anlässlich der Pfarreivisitation von St. Johannes in Rebdorf. St. Johannes ist auch Schulkirche. Eine Schulkirche, die von Lehrer/innen und Schüler/innen gleichermaßen wertgeschätzt wird auf Grund ihrer schönen und warmen Atmosphäre und der Offenheit, mit der das gesamte Pfarreiteam beiden Schulen begegnet. Die Schüler/innen sind immer willkommen – ob für Gebetszeiten, Aktionen, Gottesdienste, Segnungsfeiern oder Beichtgelegenheiten. „Ich möchte Sie alle ausdrücklich ermutigen, Schule als pastoralen Erfahrungsraum zu stärken und zu leben!“, fordert der Bischof Religionsfachschaften und Schulleitungen auf. Gerade angesichts immer größer werdender Pfarreiverbände braucht es den kleinen Kosmos, die Schulgemeinde, in der die Schüler/innen beheimatet sind.

Bischof Gregor Maria Hanke nützte die Gelegenheit zur Begegnung mit den Schülern beider Schulen.

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Knabenrealschule thematisierten im Beisein ihres Oberhirten mit ihren Religionslehrern die in diesem Schuljahr bevorstehende Firmung. Im Zentrum standen dabei die Gaben des Heiligen Geistes, die die Beziehung zu Gott und den Mitmenschen öffnen. Besonders eindrucksvoll erlebten die künftigen Firmlinge ihren Firmspender, der sie nach vielen bereitwillig beantworteten Fragen abschließend segnete.

In der Maria-Ward-Realschule zeigte die 10. Klasse dem Bischof, wie der Marchtaler Plan in der Praxis aussieht, wie sich der Schulalltag mit den Elementen des Morgenkreises, der Freien Stillarbeit, des Vernetzten Unterrichts und Schulbriefen verändert. „Ich freue mich, dass sich der Marchtaler Plan, den wir vor sieben Jahren als erste bayerische Diözese hier an der Maria-Ward-Realschule eingeführt haben, so erfolgreich entwickelt hat“, lobte Gregor Maria Hanke.

Schließlich ließ es sich der Bischof nicht nehmen, den Vormittag in der Schulmensa ausklingen zu lassen – mit Anstehen bei der Essensausgabe und inmitten von Schüler/innen beider Schulen.

Barbara Staudigl