Schüler/innen beim Simulationsspiel POL&IS

„Russisches Flugzeug abgestürzt“, „Kampf gegen  Kinderarbeit und Piraterie“, „Europa – das Zentrum der Welt?“, „Aufstände in Arabien“, „Ozeanien versinkt im Müll“ – das sind nur einige der vielen Schlagzeilen, die Maria-Ward-Schülerinnen und -Schüler beim dreitägigen Pol&IS-Seminar im Jugendhaus Habsberg bei Velburg schrieben.

Politik und Internationale Sicherheit stehen im Mittelpunkt des von den Jugendoffizieren der Bundeswehr angebotenen und durchgeführten Simulationsspiels. Dabei schlüpften die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 a und 10 m in die Rollen der Regierungschefs und der Wirtschafts- und Staatsminister von zwölf verschiedenen Regionen unserer Erde. Auf der großen Weltkarte wurden Streitkräfte, Diplomaten, Entwicklungshelfer, aber auch Guerillaeinheiten und Piratenverbände munter hin- und hergeschoben. Die Kontrollfunktion übernahmen in weiteren Rollen die Generalsekretärinnen der Vereinten Nationen, die Weltbank, die Weltpresse und die Organisationen Greenpeace und Amnesty International.

Die Aufgabe der Zehntklässler/innen lag nun darin, in drei aufeinanderfolgenden „Pol&IS-Jahren“ ihre Länder im globalen Weltgeschehen voran zu bringen. Dazu mussten die jeweiligen Regionen kennengelernt, Aufgaben und Ziele formuliert und im Anschluss daran geschickte Verhandlungen mit den anderen Regionen geführt und Verträge geschlossen werden. Besonders lautstark und temperamentvoll ging es dabei an der Börse zu, wobei der Spaß nicht zu kurz kam, wenn der Ruf Ozeaniens erschallte: „Wir nehmen euren Müll, wenn wir dafür Industrie- und Energiegüter bekommen!“.  Dieses Vorgehen brachte Ozeanien auf einer der anschließenden UNO-Generalversammlungen den „Müllverdienst-Anker“ ein, ein Preis der von Nordamerika, dem größten Müllproduzenten der Pol&IS-Welt, gestiftet wurde. Des Weiteren überraschte die arabische Regierungschefin Nesrin Asis in einer flammenden Rede: „Ich möchte in Arabien die Demokratie einführen und die Menschenrechte stärken!“

Fazit: „Politikunterricht einmal anders!“. Hautnah waren die Jugendlichen Akteure der großen Bühne der Weltpolitik, mit allen Konsequenzen. Und so endete die letzte UNO-Generalversammlung mit den Worten des Ozeanischen Regierungschefs: „Wir nehmen gerne euren Müll, damit die Welt ein bisschen besser wird.“

Alex Sturm, Monika Helmstreit