Natur und Technik und ein uralter Traum der Menschheit

Das Fliegen zu lernen oder besser zu ergründen ist auch heute etwa 200 Jahre nach den Versuchen von Albrecht Ludwig Berblinger (Schneider von Ulm) und 132 Jahre nach Otto Lilientals letztem Flug noch immer nicht ganz leicht.

Scheint es zwar bereits ein abgeschlossenes Kapitel unserer Geschichte zu sein, bietet das Nachvollziehen der ersten Gleit- und Flugversuche des Menschen immer noch spannende Zusammenhänge und Eindrücke.

Um das Gleiten und Fliegen zu verstehen und zu studieren, eignet sich der Blick in die Biologie und Physik. Bringt man wie in der Bionik beide Erkenntnisse zusammen, kann man die notwendigen Eigenschaften von Gleitern und Fliegern durchschauen. Für den Blick in die Natur, angefangen von den gleit- und flugfähigen Tieren bis hin zu den Flugsauriern und Urvögeln unserer Entwicklungsgeschichte, eignet sich das Juramuseum hervorragend. Vor Ort findet man neben Archaeopteryx noch viele weitere aufschlussreiche Gleiter und Flieger als Fossilien und Rekonstruktionen.

In der Flugwerkstatt von Hans-Dieter Haas und Johann Beck in der Willibaldsburg konnte die 5 C und 5 D ihr Wissen vertiefen und anhand von Experimenten, Anschauungen und Beobachtungen Grundprinzipien des Gleiten und Fliegen nachvollziehen und ausprobieren.
Neben dem Experimentieren wurde natürlich auch mit Frau König-Bothe, Frau Aurbach und Herrn Klenz die Burg vom tiefen Brunnen bis zum hohen Turm, und vom Mammut bis zum Bastionsgarten erkundet.

Beim Flugwettbewerb auf dem Frauenberg konnte mit selbst gebastelten Gleitern und Flugmodellen die einen oder anderen Erkenntnisse zur Verbesserung bereits umgesetzt werden. Mit dieser Exkursion endete das Schuljahr und der Vernetzte Unterricht für die 5ten wie es angefangen hatte: forschend, lernend und entdeckend.

Michael Klenz