Jubel: Maria-Ward-Realschule ist Fairtrade-School!

Der letzte Schultag begann in allen Klassen mit einem fairen Frühstück.

Oberbürgermeister Andreas Steppberger freut sich mit unserer Schule über die Verleihung des Fairtrade Siegels

Der Pressedienst der Diözese Eichstätt filmte die Siegelübergabe an unsere Schüler/innen und Frau Springer.

Frau Amler überreichte das Fairtrade Zertifikat der Steuergruppe Fairtrade unter der Leitung von Sandra Springer.

Schüler/innen füllten die Luftballone mit Helium.

Jede Klasse durfte zwei Luftballone steigen lassen.

Die Schüler/innen durften zum Abschluss gemeinsam mit dem Hope Theater Nairobiauf der Bühne tanzen.

Eichstätt (EK) Die Maria-Ward-Realschule darf sich ab sofort "Fairtrade-Schule" nennen - als erste im Landkreis Eichstätt. Nach einem Jahr großen Engagements und intensiven Vorarbeiten haben es Lehrer, Schüler und Schulleitung geschafft, alle entsprechende Kriterien zu erfüllen.

Maria Ward ist damit bundesweit die 239., in Bayern die 66. ausgezeichnete faire Schule und die 18. faire Realschule. In Anwesenheit von Landrat Anton Knapp, Oberbürgermeister Andreas Steppberger, des Vereins "Weltbrücke" und der Steuergruppe "Fairtrade"-Stadt Eichstätt feierten Schulleiterin Barbara Staudigl und zahlreiche Kollegen die besondere Auszeichnung. Fairtrade-Koordinatorin Sandra Springer und ihre Wahlfach-Schülerinnen durften die Urkunde aus den Händen von Fairtrade-Referentin Astrid Amler entgegennehmen.

Dankesworte richtete Peter Nothaft, Leiter der Schulabteilung der Diözese, vor allem an die seit September 2014 in der eigens begründeten "Wahlfachgruppe Fairtrade" aktiven Schülerinnen. Gerade in einer Schule unter kirchlicher Trägerschaft sei es wichtig, Verantwortung für das auch von der internationalen Staatengemeinschaft formulierte "Weltziel" von Frieden und Gerechtigkeit zu übernehmen. Dies sei jedoch, so Nothaft, nur über die beiden übergeordneten Ziele einer hochwertigen Bildung sowie der Reduzierung von Ungleichheit zu erreichen, die der faire Handel seit nunmehr über 30 Jahren erfolgreich verbinde. "Indem ihr den fairen Handel aktiv unterstützt, tragt ihr maßgeblich zu Frieden und Gerechtigkeit in der Welt bei", sagte Nothaft zu den engagierten Schülerinnen.

Auch Landrat Anton Knapp fand lobende Worte. Der faire Handel sei in Maria Ward bereits seit Langem ein Stück Schulalltag geworden. Durch das Engagement im Schulalltag räume man fair gehandelten Produkten einen festen Platz im Bewusstsein der Menschen ein und wirke täglich aufs Neue als Multiplikator: "Es ist wichtig, dass junge Leute nicht nur ihre unmittelbare Umgebung als ihren Lebensraum begreifen, sondern ein Gespür für Verantwortung in einem größeren und globalen Kontext zu begreifen", schloss Knapp.

OB Andreas Steppberger drückte in seinen Grußworten seine Freude darüber aus, dass die Maria-Ward-Schule dem Vorbild der "Fairtrade"-Stadt Eichstätt (Auszeichnung 2014) so schnell gefolgt sei. Der faire Handel setze bei den Ursachen von Not und Armut an und leiste authentische Arbeit auf Augenhöhe, sagte Steppberger.

In einer Powerpoint-Präsentation zeigten Lehrerin Springer und ihre Schülerinnen die zahlreichen Fairtrade-Aktivitäten seit 2013: Pausenverkauf, Kaffee im Lehrerzimmer und Frühstück für 850 Schüler - alles unter dem Logo "fair". Bei der Fairtrade-Stadt-Siegelfeier halfen die Schüler mit, ein "Fair-o-Mat" wurde angeschafft und eine Steuergruppe ins Leben gerufen.

Astrid Amler, die im Auftrag der unabhängigen Siegelorganisation Transfair Deutschland zur Siegelverleihung gekommen war, hob hervor, dass die Schule vorbildlich mit anderen Fairtrade-Akteuren wie der "Weltbrücke" und der Steuerungsgruppe "Fairtrade"-Stadt Eichstätt vernetzt sei. Ferner sei das Thema "Fairer Handel" nicht nur optional, sondern fest im Lehrplan der Schule verankert. Die Auszeichnung zur Fairtrade-Schule, so Amler, solle nun Motivation für viele weitere Aktionen sein und als Auftrag für die Zukunft verstanden werden.

Musikalisch wurde der Festakt von Schülerin Lisa Strehler an der Klarinette und Lehrer Dirk Böndl am Klavier umrahmt. Alle Realschüler von Maria Ward ließen in der ersten Pause Hunderte von Fairtrade-Luftballons in den Himmel steigen - versehen mit einer eigens gedruckten Postkarte mit dem Hinweis auf die Auszeichnung. Zuvor hatten alle 850 Schüler bereits zum zweiten Mal ein faires Frühstück in ihren Klassenzimmern organisiert. Ein weiterer Höhepunkt erwartete die achten bis zehnten Klassen dann mit der zweistündigen Theateraufführung des kenianischen "Hope Theatre Nairobi".

Quelle: Eichstätter Kurier vom 16.05.2016 um 18:15 Uhr von Dagmar Kusche