Maria Ward auf dem Weg zur "Fairtrade-School"

Schülerinnen verkaufen fair gehandelte ProdukteEichstätt (ddk) Ein weiterer Schritt in Richtung „Fairtrade-Schule“ Maria Ward ist vollzogen: In der vergangenen Woche gründete sich die Steuergruppe. Diese Gruppe, die sich aus Schülern, Lehrern und mindestens einem Vertreter des Elternbeirats zusammensetzt, ist eine der Voraussetzungen für die Bewerbung um das Siegel „Fairtrade-School“.

Lehrerin Sandra Springer, die seit über einem Jahr alle fairen Aktivitäten an der Schule koordiniert und selbst eine Fairtrade-Schüleraktionsgruppe leitet, will die Bewerbungsunterlagen in den Weihnachtsferien fertigstellen und absenden.

Die 13-köpfige Steuergruppe besteht aus Alexander Sturm als Vertreter der Schulleitung, den Lehrkräften Michael Klenz und Michaela Brems, Elternbeiratsmitglied Lydia Günther, Fairtrade-Koordinatorin Sandra Springer sowie acht Schülerinnen und Schülern. Die Gruppe ist nur eine von insgesamt fünf Kriterien, die die Organisation Fairtrade Deutschland für die Bewerbung einfordert. Weitere Kriterien sind das Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, der regelmäßige Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule, eine Aktion zum Thema Fairtrade mindestens einmal im Jahr und das Behandeln des Themas im Unterricht. „Wir haben es nun innerhalb eines Jahres geschafft, alle Kriterien zu erfüllen“, freut sich Sandra Springer zusammen mit ihren Wahlfach-Schülerinnen, die in vielen Pausen, an Festen und Elternsprechtagen mit großem Eifer faire Produkte verkauft und viele Klassenaktivitäten mitorganisiert haben.

Der große „Hit“ an der Schule ist der im Herbst erworbene „Fair-o-mat“, ein eigens für faire Süßigkeiten und kleine faire Pausensnacks angefertigter Automat. Darüber hinaus haben Rektorin Barbara Staudigl, Sandra Springer und ihr Schülerinnenteam bereits jetzt schon wieder viele faire Aktionen im laufenden Schuljahr geplant. So soll es im Mai zum zweiten Mal ein faires Frühstück für die ganze Maria-Ward-Realschule geben. Am 13. Mai hofft die Schule auf den Besuch des „Hope Theaters Nairobi“, eines Jugendtheaters aus Kenia. Auch die Siegelverleihung durch einen Vertreter von Fairtrade Deutschland steht auf dem Programm. 188 faire Schulen gibt es inzwischen in ganz Deutschland; im Landkreis Eichstätt wird die Maria-Ward-Schule die erste Schule sein, die sich Fairtrade-Schule nennen darf. Faire Schulen gibt es in der näheren Umgebung nur in Ingolstadt (Johann-Michael-Sailer-Schule) und in Neumarkt (Mittelschule Neumarkt, Grundschule Holzheim).

Quelle: Eichstätter Kurier vom 23.12.2015 um 18:19 Uhr von Dagmar Kusche

 

Der Elternbeirat spendet 200 € als Startkapital für den Betrieb des Fair-o-matenAnlässlich des offiziellen Gründungstreffens der Fairtrade-Gruppe der Maria-Ward Realschule Eichstätt konnte der Elternbeirat, vertreten durch Frau Günther, eine Spende über 200 € überreichen. Das Geld wird als Startkapital für den Betrieb des Fair-o-maten im Wasserbau genutzt. Die Fairtrade-Gruppe, die sich aus Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und einem Mitglied des Elternbeirats zusammensetzt, plant bereits die nächsten großen Schulaktionen – das 2. Faire Frühstück im Mai und ein Fairtrade-Theaterstück.

Sandra Springer