„Großer Bahnhof“ an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt

Schulleiterin Barbara Staudigl feierlich verabschiedet

Ein großes und facettenreiches Abschiedsfest bereiteten die Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule ihrer scheidenden Schulleiterin an ihrem letzten Arbeitstag. Barbara Staudigl tritt von nun an die Nachfolge von Dr. Peter Nothaft als Leiterin der Schulabteilung im Bischöflichen Ordinariat an.

Nachdem der Schulchor unter Leitung von Martina Beck mit „Live as friends“ und „Hab ein frohes Herz“ die Feier musikalisch eingeleitet hatte, übergab Schülersprecher Philipp Beerhold ein umfangreiches Konvolut von gebundenen Blättern an Staudigl, auf denen ihr alle Schülerinnen und Schüler individuelle Sprüche, Gedichte, Dankesworte und Segenswünsche für ihren neuen Lebensweg mitgegeben hatten. Die zehnten Klassen erhoben sich zudem zu einem Flashmob und legten einen fetzigen Tanz vor ihrer Chefin aufs Parkett. Mit einem Netz, in das diverse Polaroid-Fotos gespannt wurden, verabschiedete sich indes die SMV. Die Bilder sollten die Werte und Begriffe repräsentieren, welche die Schule unter Leitung von Staudigl verinnerlicht hatte: Von Trost bis Glaube, von Disziplin bis Vertrauen, von Hilfsbereitschaft bis Spaß reichte dabei die Palette der illustrierten Aspekte. Die ehemaligen Schülerinnen Emilia Lindermeier und Anna Starcevic ließen es sich nicht nehmen, als Vertreterinnen der ersten Ganztags-Abschlussklasse von 2016 ihrerseits der Schulleiterin ihren Dank für das Geleistete abzustatten. Sichtlich gerührt ergriff Staudigl schließlich das Wort und machte deutlich, wie schwer ihr der Abschied von ihrer Schule falle, der sie sich sehr verbunden fühle. Dabei ließ sie die ereignisreichen vergangenen 9 Jahre Revue passieren. In ihre Amtszeit fiel der Umzug vom Residenzplatz nach Rebdorf, die Errichtung eines Ganztagszweiges, die Umstrukturierung der Schule nach dem Marchtaler Plan und die damit verbundene Öffnung für Koedukation, die Einrichtung einer „Willkommensklasse“ und die Zertifizierung als „Fair Trade-Schule“ sowie der Aufbau einer „Mobilen Kirche“. Alle diese Projekte seien nur im Team möglich gewesen, wobei sich Staudigl als „Kapitänin“ sah, die gemeinsam mit allen Beteiligten in den „Ozean Bildungslandschaft“ gesegelt sei. In ihrer neuen Funktion könne sie sich nun um alle diözesanen Schulen kümmern. Der zurückbleibenden Maria-Ward-Realschule legte die scheidende Direktorin abschließend ans Herz: „Schule ist kein Gebäude, sondern eine Gemeinschaft.“

Andreas Stolz