Grabmäler – Kunst an der Bruchstelle des Lebens

Sterben gehört zum Leben. Für den Christen markiert diese Tatsache jedoch nicht das ultimative Scheitern, sondern neue Hoffnung. Dieser Grundsatz wurde der Klasse 9 A und ihrer Religionslehrkraft Lucia Hentschel und der Klassenleiterin Martina Hafemann bei einer Exkursion zum Eichstätter Bildhauer Rupert Fieger eindrucksvoll vor Augen geführt.

An einem kalten Dezembermorgen bekam die Gruppe in der warmen Werkstatt des Künstlers Einblicke in seine Arbeit, indem er die Entstehung eines Grabmals vom Skizzenblatt bis hin zum fertigen Objekt anschaulich erläuterte. Die Biografie des Verstorbenen und die Perspektive der Trauernden stellten, so Fieger, dabei die wichtigsten Leitlinien bei der Realisierung des Grabzeichens dar. So würde am Ende ein Unikat entstehen, das nicht zuletzt als Trauer- und Lebenshilfe dienen soll. Mehrere sich in Arbeit befindende Grabsteine für Verstorbene mit ganz unterschiedlichen Schicksalen dienten dabei als eindrucksvolle Anschauungsobjekte.

Die Schülerinnen bekamen nach dieser sehr praxisnahen Demonstration die Aufgabe, im Rahmen des Religionsunterrichts ein Grabmal als kleinen Leistungsnachweis für eine reale oder fiktive Person zu entwerfen. Als Leitmotiv wurde ihnen aufgetragen, ein „Denkmal der Hoffnung“ im Sinn des christlichen Menschenbildes zu skizzieren.

Lucia Hentschel