Fairtrade-School

Am 13. Mai 2016 ist es soweit, dann erhält die Maria Ward-Realschule im Schulzentrum Rebdorf den Titel „Fairtrade-School“ offiziell verliehen.

"Fairtrade-School": Kirchenzeitung Nr. 14 vom 03.04.2016 von Dagmar Kusche

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In Maria Ward ist fairer Handel nicht nur Unterrichtsthema, sondern ein Stück Schulalltag: Seit vielen Jahren schon engagieren sich Schulleitung, Lehrer und Schülerinnen in Projekten, bei Elternsprechtagen, Schulfesten und im Pausenverkauf für den Einsatz fair gehandelter Produkte.

Der große Hit der Schule ist der im Herbst 2015 aufgestellte Fair-o-mat, ein eigens für faire Pausensnacks angefertigter Automat. Hier gibt es Sesam- und Schokoriegel, Chips und andere Snacks aus fairem Handel. Beim Pausenverkauf, so wird berichtet, erfreue sich der Fair-o-mat in der Eingangshalle regen Zulaufs.

Anlässlich der Verleihung des "Fairtrade-School"-Siegels im Mai wird es zum zweiten Mal ein faires Frühstück für die ganze Schule sowie eine Luftballonaktion geben. Zur feierlichen Auszeichnung wird „Fairtrade-School“-Referentin Astrid Amler-Enders aus Ingolstadt erwartet. Zum Programm gehört zudem ein Auftritt des „Hope Theater Nairobi“ aus Kenia.

Auszug aus dem Artikel „Schokoriegel aus dem Fair-o-maten″

 

"Verantwortung lernen": Eichstätter Kurier vom 11.04.2016 um 19 Uhr von Dagmar Kusche

Eichstätt (EK) Die Maria-Ward-Realschule wird die erste "Fairtrade-School" im Landkreis Eichstätt. Seit vielen Jahren engagieren sich Lehrkräfte und Schüler in Projekten, bei Elternsprechtagen, Schulfesten und im Pausenverkauf für den Einsatz fair gehandelter Produkte.

Der faire Handel ist inzwischen bereits ein Stück Schulalltag geworden. Die offizielle Siegelvergabe am 13. Mai soll in einem bunten und abwechslungsreichen Schultag mit Festakt, aber auch mit Fairtrade-Aktivitäten in den Schulklassen gefeiert werden.

Im Dezember war der letzte Schritt Richtung fairer Schule vollzogen: Die "Fairtrade-Steuergruppe" der Schule gründete sich - eine der fünf Kriterien für die Bewerbung um das Siegel "Fairtrade-School". Die 13-köpfige Steuergruppe, in der Schulleitung, Lehrkräfte, Elternbeirat, Fairtrade-Koordinatorin Sandra Springer sowie acht Schülerinnen und Schülern vertreten sind, trifft sich künftig einmal pro Schuljahr, um Beschlüsse an die Fairtrade-Wahlfachgruppe der Schule weiterzugeben. Diese Schülergruppe ist schon seit längerer Zeit unter Leitung von Sandra Springer aktiv und engagiert sich in regelmäßigen Projekten für die Umsetzung der fairen Idee in der Schule.

Zusammen mit Schulleiterin Professor Dr. Barbara Staudigl freut sich Springer über die bevorstehende Bestätigung ihrer langjährigen Arbeit. "Wir haben es nun innerhalb eines Jahres geschafft, alle Kriterien zu erfüllen", betont sie mit Blick auf das Engagement ihrer Wahlfachschülerinnen, die in vielen Pausen, an Festen und Elternsprechtagen mit großem Eifer faire Produkte verkauft und viele Klassenaktivitäten mitorganisiert haben. Staudigl unterstützt diese Aktivitäten mit aller Kraft: "Es ist uns an unserer Schule wichtig, dass junge Menschen nicht nur ihre unmittelbare Umgebung als ihren Lebensraum begreifen, sondern Verantwortung in einem größeren und globaleren Kontext empfinden lernen." Man müsse junge Menschen "dafür sensibilisieren, dass der eigene Beitrag für unsere Schöpfung hier und heute beginnt: im Jahr 2016 und im Altmühltal". Staudigl zeigte sich davon überzeugt, dass alle Schülerinnen und Schüler durch Aktionen spüren, dass fairer Handel überall möglich ist - vor Ort und an der eigenen Schule.

Der große "Hit" der Schule ist dabei der im Herbst erworbene "Fair-o-mat", ein eigens für faire Pausensnacks angefertigter Automat, der nun in der Eingangshalle beim Pausenverkauf der Maria-Ward-Realschule regen Zulauf hat. Doch jetzt steht erst einmal die große Siegelfeier am 13. Mai im Mittelpunkt aller Planungen. Mit einem großen "Fairen Frühstück" für die ganze Schule soll der Festtag am Morgen starten. In jeder Klasse organisiert dazu ein Schülerteam die fairen Zutaten. Zur Siegelverleihung findet ein Festakt im Festsaal statt; Grußworte werden Dr. Peter Nothaft, Schulreferent und Hauptabteilungsleiter im Bischöflichen Ordinariat, Landrat Anton Knapp und Oberbürgermeister Andreas Steppberger sprechen.

Die Verleihung nimmt dann Fairtrade-Referentin Astrid Amler aus Ingolstadt vor, bevor Sandra Springer mit ihrer Wahlfachgruppe die umfangreichen bisherigen Aktivitäten der Schule präsentieren wird. Im Pausenhof gibt es dann einen großen Luftballonwettbewerb; die 5. bis 7. Klassen nehmen an einem Recycling-Workshop teil. Ein weiterer Höhepunkt des Festvormittags ist die Aufführung des "Hope Theatre Nairobi" aus Kenia, das für die 8. bis 10. Klassen ein Theaterstück zum Fairen Handel präsentieren wird. Dieses Theaterensemble, das inzwischen regelmäßig große Tourneen durch Europa unternimmt, gründete sich 2009 unter Leitung von Stephan Bruckmeier mit Jugendlichen aus den Armenvierteln Nairobis; Regisseure, Schauspieler und Studenten aus Europa und Afrika arbeiten seither mit Jugendlichen aus Slumbezirken um die zentrale Mülldeponie der kenianischen Metropole.

Auf Fairtrade-Koordinatorin Sandra Springer und ihre Wahlfachgruppe werden nach der Ernennung der Maria-Ward-Schule zur "Fairtrade-School" auch einige neue Aufgaben zukommen. Dazu gehört die regelmäßige Dokumentation aller fairen Projekte für die Öffentlichkeit in einem eigenen Blog. Doch Sandra Springer sieht dem gelassen entgegen: "Meine Gruppe ist mit einer so großen Freude und einem so enormen Engagement dabei - da werden wir auch diese Herausforderung problemlos meistern."