Facetten einer besonderen Schule

Tag der offenen Tür an der Maria-Ward-Realschule Eichstätt.

Bei strahlendem Sonnenschein und ungewöhnlichen Temperaturen präsentierte sich beim diesjährigen Tag der offenen Tür die Maria-Ward-Realschule mit der ganzen Bandbreite ihrer architektonischen, technischen, didaktischen und pädagogischen Ausstattung. Die Besucher erwartete in diesem Sinne ein buntes Kaleidoskop an Aktivitäten, Informationen und Einblicken in das schulische Leben und die weltanschauliche Prägung einer traditionsreichen Lehranstalt an einem besonderen Ort. Das historische Ambiente der beiden Innenhöfe tat dabei ein Übriges, um den Gästen auch einen entspannten und unterhaltsamen Nachmittag zu bieten, bei dem auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam.

Interessierte Eltern konnten sich während spezieller Schulhausführungen nicht nur über die Ausstattung der wichtigsten Räumlichkeiten informieren, sondern auch Schwerpunkte der pädagogischen und didaktischen Arbeit vor Ort unmittelbar erleben. So vermittelten im Kunstraum ausgestellte Bilder und Dokumentationen den besonderen Stellenwert, den die Kunsterziehung an dieser Schule genießt. Aber auch die sogenannten MINT-Fächer Physik, Chemie und IT präsentierten sich und ihre zunehmend zentrale Bedeutung in der Arbeitswelt der Zukunft auf anschauliche Weise. Die moderne technische Ausstattung des Schulhauses wurde den Gästen ebenso an konkreten Beispielen vorgeführt wie die Orientierung am Reformkonzept des „Marchtaler Planes“, dessen zentrale Elemente Morgenkreis, Vernetzter Unterricht (VU) und Ganztagsbetreuung sind. Auch die herausragende Bedeutung der „Freien Stillarbeit“ (FSA) als Grundlage eigenverantwortlichen Lernens wurde an authentischen Beispielen aus der Praxis erörtert. Inwiefern die Schule auch der virulenten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Digitalisierung Rechnung trägt, konnte in einem IT-Raum handgreiflich nachvollzogen werden. Die Kinder durften sich währenddessen im Musikraum an Instrumenten versuchen oder ihre Gesangskünste ausprobieren. Englische Sprachspiele, spannende physikalische Experimente oder ein Suchspiel zu einer archäologischen Ausgrabung vermittelten ihnen spielerischen und auch haptischen Kontakt zu ihren künftigen Schulfächern und zum Vernetzten Unterricht. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzte dieses Angebot. So präsentierten sich neben einer Mosaik-Werkstatt auch die Schulsanitäter, das Fach Französisch, die Fachlehrerinnen der Schulberatung und nicht zuletzt die Fair-Trade-Gruppe der Schule. Videovorführungen über die Schule und ihre am christlichen Menschenbild ausgerichtete Grundhaltung sowie über die mittlerweile traditionelle Englandfahrt der 8. Klassen rundeten das Programm eines abwechslungsreichen und kurzweiligen Nachmittags ab.

Andreas Stolz