Energiespardorf kurz ESD

Schülerinnen stimmen über erneuerbare Energien abIn der vorletzten Schulwoche gastierte das Energiespardorf des „Bund Naturschutz“ aus Pfaffenhofen, gefördert vom bayrischen Kultusministerium, an der Maria-Ward-Realschule in Eichstätt. Die Schülerinnen und Schüler aller 8. Klassen konnten an dem realistischen Modell eines durchschnittlichen bayrischen Dorfes mit 8 000 Einwohnern verschiedene Aspekte des Energieverbrauchs kennen lernen.

Das Energiespardorf ermöglicht das Durchspielen zahlreicher Varianten und Möglichkeiten bezüglich des täglichen Energieverbrauchs in einzelnen Haushalten bzw. im gesamten Dorf. Durch eigenständiges Zu- und Abschalten verschiedener Stromverbraucher erhielten die Schüler/Innen interessante Ergebnisse. 

Wie uns der Dozent Hr. Heck erklärte, liefert die ausgefeilte EDV, die an das Modell angekoppelt ist, realistische Werte für jedes Modellhaus, das stellvertretend für jeweils 100 Haushalte steht. Anhand der Zahlen und Berechnungen, die die Schüler/Innen aufstellten, ergaben sich höchst interessante Ergebnisse. z. B. erreicht der Energieverbrauch der Unterhaltungselektronik (PC, TV, Handy, ...) höhere Werte als der Verbrauch eines Elektroherds, der ebenso wie der Kühlschrank eher als Stromfresser bekannt ist. Die Schüler/innen wurden so für den Zeitfaktor sensibilisiert, der beim Stromkonsum eine große Rolle spielt. Permanent laufende PCs z. B. sollten unbedingt heruntergefahren werden.

Darüber hinaus lernten unsere Schüler/innen die verschiedenen Formen der Energieerzeugung mit ihren Vor- und Nachteilen kennen. Dabei wurden fossile Energieträger ebenso wie Atomenergie und regenerative Energieträger auf den Prüfstand gestellt.

Als im letzten Teil der Veranstaltung in einer Art Planspiel ein Gemeinderat mit Bürgermeister, Handwerkern, Landwirten, Stromversorgern, Stromhändlern. gebildet wurde, waren die Schüler/Innen mit viel Engagement dabei. Es wurde diskutiert, wie Energieversorgung stattfinden kann, um ein Dorf klimafreundlich zu gestalten, ob das Windrad für den Ort in Frage kommt oder etwa eine Biogasanlage. Hier spalteten sich die Meinungen, doch musste ein Konsens gefunden werden.  Man konnte feststellen, dass für die Schüler/Innen die Problematik sehr aktuell ist und sie sich auch im Elternhaus bzw. in der lokalen Presse damit auseinandersetzen.

Melitta Pitter