Ein Abstecher ins Paradies und Meer

Zur Abschlussfahrt der Klasse 10 C nach Piano di Sorrent

Der Tag des jüngsten Gerichts, so verspricht die Inschrift auf einer Steintafel in Amalfi, werde für die Einwohner dieser süditalienischen Küstenstadt, die in einem Paradies leben, nicht anders als jeder beliebige andere Tag sein. – Für ein paar Stunden konnte die Klasse 10 C auf ihrer Abschlussfahrt mit ihrem Klassenleiter Herrn Markoff und der begleitenden Lehrkraft Frau Beck jenes Paradies mit den Amalfitanern teilen und sich sowohl von der einzigartigen Atmosphäre als auch von der Schönheit und dem turbulenten Leben des beliebten Touristenortes und seines nicht minder imposanten Nachbarstädtchens Positano überzeugen. Von Piano di Sorrent aus, einem Küstenort, der sich an der Klippe eines längst erloschenen Vulkankraters direkt ans Meer schmiegt und über den Golf von Neapel auf den Vesuv sowie auf die Millionenstadt blickt, unternahmen die Schülerinnen und Schüler Ausflüge, die sich in ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit gegenseitig derart übertrafen, dass nach der Fülle der Eindrücke keiner mehr die Frage eindeutig beantworten konnte, welches der Erlebnisse nun das beeindruckendste gewesen sei: Vielleicht der Besuch der antiken Stadt Pompeji, die im Jahre 79 n. Chr. bei dem damaligen Ausbruch des Vesuvs vollkommen verschüttet wurde und deren Ausgrabungen bis heute die Archäologen der Welt in Atem hält und zu immer neuen Erkenntnissen führt? Vielleicht auch der Abstecher in die drittgrößte italienische Stadt Neapel? Der Besuch der Limoncello-Firma „Cassano“ in Piano di Sorrent? Die kulinarischen Freuden, mit welchen die Fattoria „La Sorgente“ die Reisegruppe an ihrem letzten Abend verwöhnte? Oder doch eher die Führung entlang des Vulkankraters mit dem atemberaubenden Blick in den Schlund des Vesuvs und der wunderbaren Rundumsicht auf die Berge des Appenins, Neapel und auf Capri? Einig waren sich letztlich alle darin, dass die Speedboat-Tour rund um die Mittelmeer-Insel Capri bei strahlendem Sonnenschein der kurzweiligen Klassenfahrt einen glanzvollen Schlusspunkt setzte und dass diese Region es wert sei, eines Tages wiederzukehren. Wer weiß, vielleicht findet ja der eine oder andere den Weg zurück in diese südliche Gegend Italiens. Ein wichtiges Hilfsmittel hierfür habe angeblich der Seefahrer Flavio Gioja aus Amalfi erfunden: den Kompass.

Martina Beck