An der Maria-Ward-Realschule wird gebibert

Die Biber sind los! Diesmal allerdings nicht das Nagetier in und an der Altmühl, sondern der Informatik-Biber. Am Informatik-Biber-Wettbewerb 2017 haben im letzten November 137 Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule teilgenommen. Bundesweit waren es in diesem Jahr mehr als 340 000 Teilnehmer aus fast 1 900 Schulen.

Bei dem Wettbewerb geht es um Knobeleien und informatische Grundüberlegungen am Computer, die eine Hinführung zu algorithmischem Denken, der Basis von Informatik, sind. Eher spielerisch wurde beispielsweise ein intelligentes Sicherheitssystem entwickelt, Lichtkunst an einem Hochhaus installiert, Brücken in einer Biberlandschaft geplant, um die Erreichbarkeit aller Biber-Inseln zu gewährleisten oder ein Plan erstellt für eine möglichst effiziente Nutzung eines Pizzaofens für viele Gerichte mit unterschiedlichen Backzeiten. Die Schülerinnen und Schüler hatten für 15 solcher Fragen, die online, auch in Zweierteams bearbeitet werden konnten, 40 Minuten Zeit, wobei in der 7. und 8. Jahrgangsstufe andere Fragen gestellt wurden als in der 9. Jahrgangsstufe. Träger des Informatik-Bibers wie auch allgemein der verschiedenen bundesweiten Informatikwettbewerbe ist neben der Gesellschaft für Informatik und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung auch das Max-Planck-Institut Informatik und die Fraunhofer IUK-Technologie.

Nach den Faschingsferien fand jetzt die Verleihung der Urkunden an alle 137 Teilnehmer und die Ehrung der neun Schulbesten statt. Jonas Neumann und Kaspar Langscheid (9. Klasse) ist es gelungen, 180 von 180 Punkten zu erzielen, und damit den ersten Preis zu erreichen. Die besten Teilnehmerinnen aus der 8. Jahrgangsstufe waren Miriam Böhm, Carina Biber, Ulrike Bauer und Rebecca Baumann mit einem zweiten Preis. Ebenfalls beeindruckende Leistungen zeigten Jana Seltmann, Ulrich Bittl und Dominik Lorenz (alle 9. Klasse). Neben offiziellen Preisen wie USB-Sticks und Kugelschreibern mit Biber-Logo hatte der Elternbeirat der Maria-Ward-Realschule noch Kinogutscheine für die Schulsieger spendiert.

Bei einigen Wettbewerbsteilnehmern hat das „Biber-Fieber“ bewirkt, dass sie jetzt zusammen mit weiteren Schülerinnen und Schülern am bundesweiten Jugendwettbewerb Informatik teilnehmen. Dabei geht es nicht mehr um logische Knobeleien und Tüfteleien, es wird richtig programmiert. Allerdings auch hier in einer recht intuitiv zu verwendenden Programmiersprache, die keine Programmierkenntnisse voraussetzt. Trotzdem haben fast alle teils in der Schule, teils zu Hause Zeit und Arbeit ins Training für den Wettbewerb gesteckt. Egal wie dieser schwierigere Wettbewerb für unsere Nachwuchs-Informatiker ausgehen wird, im November sind sicher alle wieder dabei, wenn der Informatik-Biber 2018 startet.

Ulrike Rhein